FREITAG, DER 7. JULI 1994

Kinderspielplatz. Erinnerungen. Spielzeuge im Sand. Überreste der Vergangenheit. Schreien von Kindern. Analyse meiner zukünftigen Gegenwart. Bewegungen fließen ganz langsam auf das Erinnerungsspektrum. Darauf hinterlassen sie Gedankenspurelemente. Bewegungen werden vage, beinahe auflösbar. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mischen sich miteinander, ergeben ein neues Konglomerat voller ungewöhnlicher Wahrnehmungen. Die besonderen Wahrnehmungen kommen mit tranceparenten Ideen und samten Vorstellungen in die Realität nieder. Die tranceparenten Ideen und samten Vorstellungen kristallisieren sich, nehmen die hinterlassenen Gedankenspurelemente an. Zu dieser Konglomerat-Kristallisation-Annahme juxtaposiert sich die Aufnahme der Sinne. Diese wird am besten vom Auge vollzogen. Natürlich gibt es andere Vektoren ­ die vier anderen Sinne nämlich ­, die zu einem vergleichbaren Ergebnis führen. Aber das Auge, das magische Auge, bleibt zur Zeit der beste Vektor. Aus dieser Juxtaposition der zwei Elemente (einerseits die Konglomerat-Kristallisation-Annahme, anderseits die synästhesische Aufnahme) bilden sich Eindrücke, die man mündlich oder schriftlich ausdrückt. Daß der Ausdruck zum Beispiel realistisch oder surrealistisch klingt, ist bloß eine Nebensache, ein Détail.


© 1995-97 soulman LastChange 0897